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HyEnD - Hybrid Engine Development
Projektfortschritte
Written by Sven   
Friday, 31 October 2014 17:28
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Seit unserem letzten Artikel von Ende April ist einige Zeit vergangen, in der wir jedoch alles andere als untätig waren:

In Lampoldshausen wurden 20 weitere Tests des 500-N-Triebwerks durchgeführt, bei denen wir die Funktion und Leistung des Triebwerks weiter optimiert haben. In Stuttgart setzten wir die Arbeiten an unseren Raketen MIRAS und HEROS fort. So sind die Bordelektronik und das Fallschirmbergungssystem des Technologiedemonstrators MIRAS nahezu fertiggestellt und werden nun auf Herz und Nieren getestet, ehe der Zusammenbau der kompletten Rakete beginnt. Für diesen werden aktuell die restlichen Strukturteile aus Faserverbundwerkstoffen gefertigt. Unser eigens entwickeltes Flugventil für die Rakete konnten wir diese Woche ebenfalls erfolgreich testen. Auch die Startrampe ist so gut wie vollendet, so dass der Erstflug von MIRAS, je nach Wetter, Ende diesen Jahres oder im nächsten Frühjahr erfolgen kann.

Daneben arbeiten wir an unserer „großen“ Hybridrakete HEROS weiter: Das CAD-Modell steht, wobei wir bei der Wahl des Lachgas-Tanks und der Antennenkonfiguration jeweils zwei unterschiedliche Varianten untersuchen. Die Testkampagne des zugehörigen 10.000-N-Hybridtriebwerks (HyRES) wird am DLR Lampoldshausen vorbereitet und wird in Kürze beginnen.

Im November werden wir unsere seit letztem Jahr deutlich fortgeschrittene Konstruktion beim Critical Design Review beim DLR in Oberpfaffenhofen präsentieren und mit der Reviewgruppe besprechen. Die Erstellung des entsprechenden Berichtes gehört ebenfalls zu den im vergangenen Sommer abgeschlossenen Aufgaben. Der Flug von HEROS soll 2015 von Esrange aus bei Kiruna in Nordschweden erfolgen. Dabei streben wir eine maximale Flughöhe von über 20 km an, während die Rakete die Flugdaten an eine Bodenstation übermitteln und schließlich sicher an einem Fallschirm landen soll.

 
MIRAS Triebwerks-Test Serie
Written by Christian   
Monday, 28 April 2014 07:42
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Während den letzten Monaten wurde von HyEnD fleißig getestet im Wald bei Hardthausen auf dem Gelände des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Lampoldshausen. Unser MIRAS-Raketentriebwerk wurde bisher insgesamt 66 mal getestet. Dabei wurden eine Vielzahl verschiedener Triebwerkskonfigurationen entwickelt, gebaut und getestet. Auch unterschiedliche Brennstoffe wurden auf ihre Eigenschaften untersucht. Somit nähert sich die Entwicklung des flugtauglichen Triebwerks langsam dem Ende der Optimierungen, denn die Ergebnisse sind vielversprechend. Dies hört und sieht man auch nach dem Test, die Isolation in der Brennkammer zischt und raucht nach Ende des Versuchs, da eine besonders hohe Verbrennungstemperatur und damit auch besonders hohe Verbrennungseffizienz im Triebwerk erreicht wurde. Einem baldigen Start unserer Rakete MIRAS steht von Seiten der Triebwerksentwicklung nichts mehr im Wege.

 
Astos Solutions Training
Written by Ferdinand/Johannes   
Sunday, 16 February 2014 13:17
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Die Firma Astos Solutions GmbH ist ein Software-Anbieter aus der Region Stuttgart, der sich unter anderem auf Flugbahnsimulationen und Optimierungen spezialisiert hat. Mit der von Astos entwickelten Software ist es beispielsweise möglich, Flugbahnen und ggf. Zielorbits von ein- und mehrstufigen Trägersystemen, Wiedereintrittstrajektorien und Transfermanöver im Orbit zu simulieren.

Für HyEnD sind in erster Linie die Flugbahnsimulationen mit drei oder sechs Freiheitsgraden innerhalb der Erdatmosphäre von Interesse. Vier unserer Mitglieder hatten im November vergangenen Jahres die Möglichkeit an einem zweitägigen, von Astos Solutions ausgerichteten Crash-Kurs teilzunehmen. Dabei wurde uns die Software vorgestellt und die Bedienung anhand einiger Beispiele anschaulich vermittelt. So wurden mehrere Flugbahnberechnungen durchgeführt, darunter auch schon eine erste Flugbahnsimulation der HEROS.

Die grundlegende Vorgehensweise besteht dabei aus folgenden Schritten:

  1. Definition einer Repräsentation der Rakete, durch Eingabe aller bekannten Daten.
  2. Definition der verschiedenen Flugphasen mit jeweiligen Start- und Endbedingungen.
  3. Neben vordefinierten Umgebungsmodellen können dabei auch anhand eigener Daten erstellte Umgebungsmodelle verwendet werden, um eine möglichst realistische Simulation zu gewährleisten.
  4. Nach Vorgabe verschiedener Berechnungsparameter kann die Simulation gestartet werden und man erhält die gesuchten Ergebnisse.

Wir bedanken uns herzlich bei der Firma Astos Solutions, die uns diese einmalige Möglichkeit geboten hat, und ganz besonders bei  Francesco Cremaschi, der uns geduldig jeden Schritt erklärte.

 
PDR geschafft
Written by Sven   
Thursday, 05 December 2013 00:00
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PDR geschafft - HyEnD kann beim DLR STERN Programm in die nächste Projekt-Phase schreiten!

Am Mittwoch, dem 04.12.13, waren wir mit 10 Mitgliedern zum Preliminary Design Review (PDR) beim DLR in Lampoldshausen angetreten. Dort präsentierten wir dem Review-Team (bestehend aus Mitarbeitern des DLR Lampoldshausen, DLR MORABA und der DLR Raumfahrtagentur) unsere Entwicklungen und Konstruktionen für das DLR STERN- Programm und standen den Verantwortlichen Rede und Antwort. Dabei sollte überprüft werden, ob sich unser Vorhaben, eine Hybridrakete mit einer Flughöhe von 20 km zu bauen und im Jahr 2015 zu starten, auf dem richtigen Weg befindet und das Projekt in die nächste Phase voranschreiten kann.