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Geschrieben von: MK
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Freitag, den 04. Juli 2008 um 23:33 Uhr |
Erster erfolgreicher Testlauf unseres Triebwerks  Am 4. Juli 2008 war es endlich soweit. Nach einer langen Zeit der Diskussionen, Berechnungen und der Konstruktion war unser Triebwerk endlich soweit für seinen ersten Heisslauf. Der Test des Triebwerkes konnte auf dem Gelände des Instituts für Aerodynamik und Gasdynamik der Universität Stuttgart durchgeführt werden.
Trotz der Lage Testgeländes waren umfangreiche Absperrmaßnahmen notwendig. Um die benötigte Zündenergie aufzubringen wurde vorläufig ein C-Klasse Feststoffraketenmotor verwendet. Zusammen mit einem elektrischen Zünder garantiert dies eine schnelle und sehr sichere Zündung des Triebwerks. Auf dem Video des Versuchs kann man dies sehr gut erkennen. Der Elektro-Zünder wird angemacht, und der Treibsatz brennt für eine Sekunde um den Wachsblock genügend aufzuheizen. Direkt danach werden die beiden Ventile der Lachgaszufuhr aufgemacht, und das Triebwerk zündet sofort durch. Während der 10 Sekunden Brenndauer des Triebwerks wurde ein konstanter aber etwas niedrigerer Schub, als nach den Berechnungen zu erwarten war, erzeugt. Das der Auslegungsschub von 2000 N nicht erreicht werden konnte lag nach den ersten Auswertungen an einem unzureichenden Oxidatormassenstrom. Dieser verringerte Massenstrom wurde durch einen unerwartet hohen Druckverlust in den redundanten Zuleitungsventilen hervorgerufen. Dadurch kam es zu einer unvollständigen Verbrennung innerhalb der Brennkammer, was zu einem Ausstoß von brennstoffreichen Abgasen führte. Dieses konnte auch durch deutliche Nachverbrennungserscheinungen im Abgasstrahl beobachtet werden. Die weiteren Arbeiten bestehen nun in der Optimierung der Oxiatorzufuhr, um eine vollständigere Verbrennung in der Brennkammer zu erreichen. Zusätzlich sollen Sensoren in die Wachsblöcke eingebracht werden, um das Abbrandverhalten des Paraffinwachses besser überwachen zu können. In weiteren Entwicklungen ist geplant die Sicherheitsfaktoren von derzeit 5-10 weiter zu reduzieren, um auch ein flugfähiges System samt zugehöriger Rakete zu entwickeln. Interessant ist hierbei insbesondere der zusätzliche Einspritzdruck, der durch die Beschleunigung erreicht wird. |
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Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 26. Juni 2009 um 08:41 Uhr |